Freiburger Schutzgemeinschaft
gegen Fluglärm e.V.

Mitglied der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V.
 

Augenblicklich nutzen im wesentlichen Flugschulen und eine Anzahl Hobbyflieger den VLP. Nach wie vor verursacht der Flugbetrieb eine große Lärmbelästigung, insbesondere deshalb, weil die Platzrunde, d.h. die vorgeschriebene Flugroute beim Starten oder Landen, über Wohngebiete verläuft. Außerdem findet der Hauptflugbetrieb an Sonn- und Feiertagen sowie am Feierabend statt und stört damit massiv das Bedürfnis der Bevölkerung nach Ruhe und Erholung. Hinzugekommen ist auch eine deutliche Lärmbelastung durch Privathubschrauber und Leichtflugzeuge.


Darüber hinaus verschlingt der Flugplatz erhebliche öffentliche Gelder:  Der an den Flugplatz angrenzende Wolfsbuck (eine ehemalige Mülldeponie) wurde vor Jahren im Zuge der Rekultivierung mit erheblichen Mitteln zu einem gewissen Teil  aufgeforstet. Dabei wurden auch hoch wachsende  Bäume gepflanzt, da man von der Annahme ausging, dass der Landeplatz laut Bebauungsplan geschlossen werden würde. Nachdem die Bäume eine gewisse Höhe erreicht hatten, mussten sie  teilweise wieder gefällt werden, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Insgesamt wurde ein Waldgebiet in der Größenordnung von  ungefähr 2 ha gerodet und mit niedrig wachsenden Büschen bepflanzt.


Aus flugtechnischen Gründen beantragten die Flugplatzbetreiber eine Verlängerung der Startbahn.  Dem Antrag wurde stattgegeben.  Die Widersprüche zahlreicher Bürger und Organisationen, darunter auch vieler Mitglieder unseres Vereins,  wurden zurückgewiesen. Obwohl sogar im Gutachten des Planfeststellungsverfahrens deutlich gesagt wurde, dass die Lärmbelastung über dem Klinikum die vorgegebenen Höchstwerte überschreite und dass nach Ansicht des Innenministeriums der Bezugspunkt zur Bebauung falsch sei, obwohl bis zu 20 ha wertvoller Waldbestand vernichtet werden muss, um die Verlängerung durchzusetzen, wurde die Verlängerung genehmigt. Seinerzeit war die Landebahn wegen des Baus der Messe bzw. aus Gründen der  Sicherheit der Messebesucher verkürzt worden. Durch die  Verlängerung kommen Start- und Landebahn dem Messegelände unverantwortlich nahe. Da stellt sich dann schon die Frage, wieso die Sicherheit der Messebesucher heute weniger wichtig sein soll als vorher. 


Außerdem ist im Zuge  einer Verlängerung der Start -und Landebahn der Nachtflugbetrieb zugelassen worden. Hinzu kommt, daß  – abgesehen von der Vernichtung wertvollen Baumbestandes und der erheblichen Störung des ökologischen Gleichgewichts (Vertreibung von Singvögeln und anderen dort lebenden Tieren) – für Abholzung und Neubepflanzung auch hier wieder Geld verschwendet werden muss. Überdies gewährt das Land für den Betrieb des Flugplatzes einen Zuschuss in Höhe von 40.000 € jährlich. Der Vorwand, dass die Verlängerung notwendig war, um Transplantationsflüge  auch von größerer Entfernung her und mit größeren Flugzeugen zu ermöglichen, ist mehr als zweifelhaft. Es gibt gut ausgebaute Flugplätze in Lahr und Bremgarten, auf denen ohne weiteres auch größere Maschinen landen können. Das Argument der unmittelbaren Nähe des Verkehrslandeplatzes zum Klinikum zieht nicht, da es weit bedeutendere Transplantationszentren gibt, die nicht in unmittelbarer Nähe eines Flugplatzes liegen.


Aufgrund dieser Sachlage hat unser Verein eine Petition an den Landtag gerichtet, um Schäden von den Bürgern abzuwenden. Diese Petition wurde abgelehnt, die Argumente der Stadtverwaltung, die den Aufsichtsrat zusammen mit einigen Stadträten bildet, wurden einfach übernommen. Das Hauptargument war der Transplantationsflug (s.o.).

Inzwischen besteht das Hauptargument der Flugplatzbetreiber für die Attraktivität des Verkehrslandeplatzes  allerdings darin, dass Freiburg den einzigen Verkehrslandeplatz in  Baden-Württemberg habe, der  zu jeder Tages- und Nachtzeit  auch von Flugzeugen mit Frachtgütern (z.B. Maschinenersatzteilen)  angeflogen werden könne.

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